Douglasie



Die Douglasien (Pseudotsuga) bilden eine Gattung von immergrünen Nadelbäumen in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Die Gattung umfasst sieben Arten im westlichen Nordamerika, in China und in Japan.

Die Gattung der Douglasien war bis zur letzten Eiszeit auch in Europa heimisch. Im Verlaufe der Eiszeiten sind die europäischen Vertreter der Gattung jedoch ausgestorben.

Die in Europa mit Abstand bekannteste Art aus der Gattung ist die Douglasie (P. menziesii)


Vorkommen


Das natürliche Verbreitungsgebiet der Douglasie ist der Westen Nordamerikas, wo sie an den Hängen der Rocky Mountains sowie der Kaskadenkette von Britisch-Kolumbien entlang der kalifornischen Sierra Nevada bis nach Mexiko weite Flächen einnimmt.

Der schottische Botaniker David Douglas brachte den nach ihm benannten Baum im 18. Jahrhundert von einer nordamerikanischen Expedition mit nach Kew Gardens bei London. Seitdem wird die Douglasie in Mitteleuropa in bedeutendem Umfang im Forst, aber auch in Parks und Gärten angepflanzt.

Als eingeführte Spezies hat sich die Douglasie in vielen Ländern der Erde bewährt, sie ist die in Europa bei weitem wichtigste fremdländische Baumart. Die ersten, nun 120-jährigen Versuche in Deutschland ergeben je nach Ursprungsherkunft faszinierende Waldbilder.


Beschreibung


Die Douglasie ist ein immergrüner Nadelbaum mit Wuchshöhen um 60 Meter in Europa; in ihrem Ursprungsgebiet kann sie jedoch fast doppelt so hoch werden. Die höchste Douglasie, die man bisher gefunden hat, war 133 Meter hoch. Dies ist weitaus höher als jeder heute noch aufrecht stehende Baum (der derzeit höchste ist ein Küstenmammutbaum von 112 m Höhe in Kalifornien). Die kräftigsten Exemplare erreichen an der Basis einen Stammdurchmesser um 4 Meter. Die Douglasie bildet eine relativ schlanke, kegelförmige Krone.

Die Blüten erscheinen vor dem Austrieb. Der Baum ist windblütig aber die Pollen haben keine Luftsäcke; auch Bestäubungstropfen fehlen. Mit 15-40 Jahren ist die Art blühfähig.

Die Nadeln sind grün bis blaugrün, einzeln stehend, weich und stumpf. Sie werden drei bis vier Zentimeter lang und verströmen, wenn man sie zerreibt, einen aromatischen, angenehmen Geruch. Im Unterschied zu Fichten sitzen die Douglasiennadeln unmittelbar auf dem Zweig auf. Anders als bei Tannen ist aber ihr Fuß nicht verdickt.

Die Zapfen sind 6-10 cm lang, zur Reifezeit hängend und fallen als Ganzes ab wie bei der Fichte. Die Deckschuppen ragen weit aber die Samenschuppen hinaus und sind an der Spitze dreizipfelig. Samenreife: VIII-IX. Lichtkeimer. Keimung überirdisch (epigäisch). Mit 8-10 Keimblättern.

Die Douglasie blüht auf der Nordhalbkugel im Allgemeinen von April bis Mai; die Samen reifen bis September und werden von Oktober bis November freigegeben.

Die Douglasie wächst schnell und kann ein Höchstalter von 400 Jahren erreichen. Sie hat ein herzförmiges Wurzelsystem und benötigt nur wenig frische, tiefgründige Böden bei mittleren Nährstoffansprüchen. Die Streuzersetzung verläuft mäßig langsam, das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis (C/N-Verhältnis) beträgt 77. Die Streu der Douglasie bewirkt (im Gegensatz zum Beispiel zur Fichtenstreu) keine Versauerung des Bodens.

Die wichtigsten Pilzschädlinge für die Douglasie sind: Die Rostige Douglasienschütte und die Grauschimmelfäule.


Nutzung


der Douglasie ist vielfältig verwendbar. Es findet Verwendung als Furnierholz (Schälholz), Ausstattungsholz (Parkett, Möbel, Vertäfelung), Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Innen-, Erd-, und Wasserbau, für Fenster, Türen und Spezialholz (Schiffsmasten, Rammpfähle, Schwellen, Fässer). Das Holz der Douglasie ist im Kern besser imprägnierbar als Fichtenholz und wird als das beste Holz zum Bau von Dachstühlen angesehen.

Douglasienholz ist eine der in Deutschland als Bauholz für tragende Konstruktionen zugelassenen Holzarten. Es verfügt über eine höhere natürliche Dauerhaftigkeit (Resistenz) als z.B. das häufig als Bauholz verwendete Fichtenholz. Das Kernholz wird nach DIN 68364 (1979) in Resistenzklasse 3 („mäßig dauerhaft“) eingestuft und kann daher ohne chemischen Holzschutz auch in Bereichen eingesetzt werden, wo eine gelegentliche Befeuchtung nicht ausgeschlossen ist (Gefährdungsklasse 2).



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