Lärche



Die Lärchen (Larix) (veraltet auch „Lerchen“) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie wachsen häufig in den nördlichen Urwäldern und in Wirtschaftswäldern.


Beschreibung


Alle Lärchen-Arten sind sommergrüne Bäume, werfen also im Spätherbst ihre nadelförmigen Blätter ab. Damit sind sie eine der zwei nicht immergrünen Gattungen innerhalb der Kieferngewächse (Pinaceae).

An einem Kurztrieb befinden sich 10 bis 60 Nadelblätter.

Sie besitzen Zapfen, die auch nach dem Ausstreuen der Samen am Baum bleiben. Die Zapfen stehen (an einem kurzen, gebogenen Stiel) aufrecht am Zweig. Bestäubung und Samenreife erfolgen im gleichen Jahr. Die kleinen Samen sind geflügelt. Sie haben vier bis acht Keimblätter (Kotyledonen). Die Europäische Lärche erreicht eine Höhe von etwa 40 m.


Standort


Die Lärche ist ein Baum der Hochlagen. Temperaturen von -40 °C übersteht sie ebenso wie hochsommerliche Hitze. Die Nährstoffansprüche sind gering bis mittel. Nur auf sehr nährstoffarmen Sanden ist sie nicht anzutreffen. Die Wasseransprüche sind auch nicht besonders hoch; sie besiedelt frische bis mäßig frische, aber auch trockene Standorte. Selbst auf Kalkrendzinen kommt es noch zu einer ausreichenden Wasserversorgung, wenn die Klüfte durchwurzelbar sind.


Nutzung


Die Lärchen sind Kernholzbäume. Das Holz ist schwer und sehr harzhaltig. Daher ist das Lärchenholz sehr dauerhaft und auch für den Außenbereich geeignet. Früher wurden beispielsweise aus ausgebohrten Lärchenstämmen Wasserleitungen im Erdreich verlegt, um Brunnen abzupumpen. Lärchenholz eignet sich hervorragend für Dachschindeln mit einer Lebensdauer von rund 100 Jahren.


Systematik


Je nach Autor werden zwischen 10 und 20 Larix-Arten unterschieden. Dabei gibt es insbesondere unterschiedliche Auffassungen über viele oft unter Larix gmelinii aufgeführten Unterarten.

Früher wurde häufig die Deckschuppenlänge der Zapfen herangezogen, um die Gattung der Lärchen in zwei Sektionen (Sektion Larix mit kurzen, Sektion Multiserialis mit langen Deckschuppen) einzuteilen. Neuere genetische Analysen (s. Gernandt & Liston 1999) belegen dies allerdings nicht. Vielmehr weisen diese auf eine genetische Trennung zwischen den eurasischen und den amerikanischen Arten hin; demnach ist die Größe von Zapfen und Deckschuppen nur als eine Anpassung an klimatische Umweltbedingungen anzusehen.


Testergebnisse über Lärche im dauerhaften Außenbereichseinsatz


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